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Eine Reise nach SturgisDer Traum eines jeden Harley-Bikers: Einmal im Leben die Route 66 fahren und dann weiter ins Biker-Mekka von Dakota! Sturgis! Der Name klingt wie der "Stier aus Stahl" auf dem man sitzt...bloß blöderweise fahren die meisten Biker auf der bundesdeutschen Bundesstraße und können sich den Trip in die USA nicht leisten! Na klar: Es gibt die Zahnwälte und Rolex-Rider, die von Mutti zum 50sten eine E-Glide mit Schleife drum herum geschenkt bekommen. Die schrauben sich dann, überall wo es geht, Adler ans Moped und machen auf "wilden Mann". Glückwunsch! Die können es sich nämlich auch leisten, zum nächsten Reisebüro zu gehen und für 12.000 Tacken die Harley-Gruppenreise durch den Wilden Westen zu buchen! Von LA nach Laughlin, dort im Flamingo Hilton eine Karte für die Alt-Rebel-Südstaaten-Band Lynyrd Skynyrd kaufen und
Einer der Besitzer ist ein Deutscher, der auch sprachlich beste Aufklärung über den Versicherungsschutz geben kann. Zwei Wochen Big Bike bedeuten schon 2000,- €, wenn man Miete, Versicherung und Benzin zusammen zählt. Aber das lohnt sich, denn man fährt auf der sicheren Seite und Dollars sparen kann man später noch genug! Bundesdeutsche Gründlichkeit beim Vorbuchen ist nicht notwendig. Einfach morgens losfahren und abends gucken, welches Billigmotel am Straßenrand auftaucht. Let it Go, Bro! Gute Übernachtungsmöglichkeiten um die 30 Dollar gibt es auf dem Weg überall und der Dollarkurs ist derzeit günstig! Schmeiß es nicht dem Reiseveranstalter in den Hals! Ein bisschen Abenteuer darf sein und wer ein Tri-Band-Handy mit D1-Vertrag hat, der bekommt sogar mitten im Death Valley eine hervorragende Netzverbindung. Wenn was passiert: 911 und der nächste Hubschrauber ist auf dem Weg ...
Ab ins Inland, quer durch die Mohave-Wüste über die Rockies durch Wyoming bis nach South-Dakota, wo die Präsidenten in den Black Hills in Stein gemeißelt sind ... eine Traumtour! "In Wyoming hatte ich dann das einschneidenste Erlebnis in meinem Leben und wußte auf einmal, warum ich mir mein Leben lang diese Tour gewünscht und warum ich sie alleine gemacht habe", berichtet er weiter. "Der Weg war das Ziel! Ich fuhr durch die Prärie Wyomings, links und recht streichelte der Wind das Gras in Wellenbewegungen und ich hätte mich nicht gewundert, wenn plötzlich eine Büffelherde am Horizont aufgetaucht wäre. Die Straße ging schnurgeradeaus bis zum Horizont, kein Fahrzeug weit und breit, die Harley blubberte im Einklang mit der Natur. Plötzlich bemerkte ich die absolute wunderbare Leere auch in mir! Kein Gedanke, keine Sorgen, kein Zurückblicken nur die stetige Vowärtsbewegung zur Kante der Welt. Das waren die schönsten Minuten meines Lebens, von denen ich noch heute zehre!" Da ist dann die Party in Sturgis der krönende Abschluß. Na - auf den Geschmack gekommen, es einmal allein zu versuchen? Mut genug für Sturgis 2006 "by yourself"? Dann, mein Freund, bist Du ein echter Biker geworden, vor dem man Respekt haben darf!
Christian Pantel Die schönsten Bilder hier klicken
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