André Rieu im Interview

André Rieu bewohnt ein wunderschönes Märchenschloss in holländischen Maastricht. Es besteht aus 25 Zimmern und die Küche, das Kernstück des Schlosses wurde 1452 gebaut. Übrigens ein Küche mit Geschichte, denn Musketier d’Artagnan nahm dort sein letztes Frühstück ein und der Vertrag von Belgien wurde in dieser Küche unterschrieben!

Herr Rieu, wenn man Sie nach der Anzahl der Zimmer auf dem Schloss fragt, müssen Sie erstmal im Geiste nachzählen. Wissen Sie denn, wie viel Quadratmeter das Schloss hat?

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AR: Beim besten Willen nicht! Ich habe noch niemals ausgerechnet, wie groß die Zimmer sind und kann das auch nicht schätzen. Ich kann noch nicht einmal schätzen, wie viel Platz die Ecke hat, in der ich gerade sitze. Schätzen gehört nicht zu meinen Stärken!

Das Schloss wurde 1452 gebaut?

AR: Die Küche wurde 1452 gebaut und das Schloss wuchs im Laufe der Jahrhunderte langsam darum herum. Es ist aus dem Sedimentgestein Mergel, das in dieser Gegend häufig vorkommt, gebaut. Das wohl schlechteste Baumaterial, das man sich vorstellen kann, weil es sehr weich ist. Das bedeutet, dass es immer etwas zu restaurieren gibt. Wenn ich am Ende fertig bin, kann ich vorne wieder anfangen. Ich finde das sehr romantisch und mir gefällt dieser Prozess der Instandhaltung. Wenn ich kein Geiger geworden wäre, hätte ich Architektur studiert. Das war mein zweiter Berufswunsch, den ich jetzt indirekt auf diesem Wege ausleben kann.

War es schon immer ein Traum von Ihnen Schlossherr zu werden?

AR: Als Kind habe ich leidenschaftlich gern „Tim und Struppi“ gelesen. Es gab dort einen Professor, der sich ein Schloss gekauft hat und ich dachte „irgendwann werde ich auch einmal ein Schloss haben“. Und ich fühle mich ein wenig wie ein Schlossherr. Das Schloss ist zwar nicht riesengroß, aber ich bin ein bisschen verrückt!

Wie inspiriert Sie das Schloss für Ihre Musik?

AR: Es inspiriert mich vielleicht indirekt. Ich bin ein Romantiker, der glaubt, die Welt verändern zu können und sich wünscht, dass die Welt glücklich ist. Mein Zauberstab ist mein Bogen und mein Schloss macht mich glücklich. So gesehen liefert es auch Inspiration!

Haben Sie sich in Ihrem Schloss schon einmal verlaufen?

AR: Inzwischen weiß ich, wo was ist! Aber ich kann mich gut an die Unübersichtlichkeit in meiner Kindheit erinnern. Als ich klein war, hatte ich genau in diesem Schloss Klavierunterricht. Ich hasste nicht nur die Lehrerin und das Klavierspiel, ich stand auch des Öfteren vor der falschen Tür. Alles roch nach Feuchtigkeit und es war sehr unfreundlich und dunkel. Ich habe dann die Klavierlehrerin, die Dunkelheit und die Feuchtigkeit rausgeschmissen.

Kommen Sie sich in dem Schloss manchmal auch verloren vor?

AR: Nein, ich bin hier glücklich! Schließlich habe ich hier alles restauriert …

Wie viele Leute und Personal benötigt man, um so ein Schloss instand zu halten?

AR: Ich habe einen Vorarbeiter, der Maurer ist und die Zeichnungen des Architekten lesen und umsetzen kann und ich beschäftige andauern vier Zimmerleute, die alles instand halten und restaurieren.

Und im Innenbereich? Wischt André Rieu auch mal Staub?

AR: Nein, das mache ich nie! Allerdings gehöre ich auch nicht zu den Männern, die ihrer Frau sagen „das musst Du machen“. Meine Frau mag auch kein Staubwischen und wir haben dafür Haushaltshilfen und konzentrieren uns auf unsere eigentliche Aufgabe, die Musik. Das ist der Bereich, in dem meine Frau und ich zusammen arbeiten.

Ist es, bei soviel Personal, nicht anstrengend ein Schlossherr zu sein?

AR: Wissen Sie, wir haben in der André-Rieu-Comapny 125 Beschäftigte und mindestens noch einmal so viele freiberuflich tätige Menschen, die alle organisiert werden müssen. Da fallen die Angestellten im Schloss kaum noch auf und empfinde die Arbeit mit anderen Menschen grundsätzlich nicht anstrengend. Es kommt dabei auf den richtigen Umgang miteinander an. Man muss mit Humor und Respekt miteinander arbeiten, dann ist es eine Freude!

Wer hat das Schloss eingerichtet?

AR: Das waren meine Aufgabe und mein Wunsch. Das habe ich selbst gemacht. Erst wenn ich alles umgebaut und eingerichtet habe, ist ein Haus mein Haus.

Das Thema „Wohnen“ ist Ihnen so wichtig?

AR: Total wichtig! Ich reise soviel durch die Welt, dass das Zuhause von großer Bedeutung ist. Oftmals fragen mich Menschen, warum ich nicht in New York, London oder Paris lebe. Warum sollte ich dort mein Zuhause finden? Ich bin in Maastricht geboren und habe hier meine Wurzeln. Die Menschen kennen hier Andrè Rieu und lassen mich mit Autogrammwünschen in Ruhe, wenn ich durch die Stadt bummele. Sie geben mir diesen Respekt des Privatlebens. Großstädte sind dagegen Katastrophen! Man steht Stunden im Stau! Ich bin ein Mensch, der seine Wurzeln liebt. In den USA ziehen die Menschen durchschnittlich 60 Mal in ihrem Leben um, ich bin nur einmal in Maastricht umgezogen. Auch damals haben wir von unserem kleinen Haus mit Tränen in den Augen Abschied genommen. Wohnen an einem Ort und mein Platz zum Leben ist extrem wichtig für mich!

Gibt es auch einen Lieblingsort in Ihrem Schloss?

AR: Ich habe viele Lieblingsplätze, aber der zentrale Ort unseres Schlosses, dort halten wir uns am meisten auf,  ist natürlich die Küche…und mein Bett! Ich kann zwar überall schlafen, aber ich liebe mein Bett!

Und wo spielen Sie am liebsten Geige? In Ihrem Wintergarten?

AR: Die spiele ich immer und überall in allen Räumen des Schlosses. Die Akustik ist überall wunderbar! Im Wintergarten hole ich mir eher meine Inspiration. Dort leben Schmetterlinge, meine Koi-Karpfen und andere Zierfische zwischen tropischen Pflanzen. Ein wunderbarer Ort zum Entspannen und träumen!

Sie sagten, dass der älteste Teil des Schlosses die Küche ist. Kochen Sie auch selbst? Was ist Ihr Lieblingsgericht?

AR: Ja, ich koche gerne mal selbst! Und meine Spezialität ist Tomatensuppe, darin bin ich wirklich gut! Wir haben in unserem Gewächshaus hervorragende Tomaten, die ich einfriere. Daraus kann man eine sehr leckere Tomatensuppe machen!

In Ihrer Küche soll Musketier d’Artagnan sein letztes Frühstück eingenommen haben, stimmt das?

AR: Ja, da stimmt. Die Küche war ja der erste Raum dieses Schlosses und damals lebte hier der Schlossgraf. Der Sonnenkönig Ludwig der 14. wollte Maastricht erobern und d’Artagnan hat zu dieser Zeit nachweislich im Schloss gewohnt. Also wird er wohl in dieser Küche sein letztes Frühstück eingenommen haben, sie ist der älteste Raum und war damals bereits gebaut.

Gibt es noch mehr Geschichten, die sich um Ihr Schloss ranken?

AR: Der Vertrag von Belgien wurde hier unterzeichnet und das Land Belgien entstand somit in meiner Küche! Allerdings weiß ich nicht, ob das so ruhmreich und wirklich gut war. Ich habe in Lüttich studiert und in Brüssel gelebt und das Verhältnis der beiden Länder ist ja eher katastrophal!

Tragen Sie als Schlossherr eigentlich immer einen Anzug oder lümmeln Sie sich auch mal im Jogginganzug auf der Couch herum?

AR: Ich trage grundsätzlich und immer einen Anzug. Das Erste, was ich morgens anziehe ist mein Anzug. Ich fühle mich darin einfach rundherum wohl.

In Ihrem Wohnzimmer hängen wunderschöne Porträts von Ihnen und Ihrer Frau Marjorie. Wer hat sie gemalt?

AR: Ein Maler aus Maastricht mit dem Namen Pück Herben.

Wohnen Sie allein mit Ihrer Frau auf Ihrem Schloss?

AR: Ja. Unsere Kinder sind erwachsen und haben Ihren eigenen Lebensraum.

Gibt es im Schloss auch private Räume oder spielt sich Ihr leben in den fotografierten Räumen ab?

AR: Natürlich gibt es auch private Räume! In mein Schlafzimmer würde ich keinen Fotografen lassen! Ein bisschen Privatsphäre muss sein und die benötigt jeder Mensch.

Herr Rieu, noch ein paar abschließende private Frage zu Ihrer Person: Sie sind einerseits Businessman mit einer Company, andererseits Romantiker. Wohnen zwei Seelen in Ihrer Brust?

AR: Das ist falsch! Ich bin absolut kein Geschäftsmann! Ich bin ausschließlich der Romantiker in unserer Familie. Die Musik steht bei mir an erster Stelle und sie ist meine Seele. Für die sachlichen Dinge ist meine Frau Marjorie zuständig. Wir sind ein sehr gutes Team, mein Frau schreibt beispielsweise auch meine Moderationen.

Ist es kein Problem, wenn man in der Ehe Geschäftliches und Privates vermischt?

AR: Wir trennen das nicht, es vermengt sich ideal. Im Grunde genommen gibt es für uns keine „Arbeit“, es ist unsere Liebe zur Musik und unsere Aufgabe und keine Trennung zwischen Beruf und privat. Es ist unser Leben!

Sie haben auch zwei Söhne, haben Sie guten Kontakt zu Ihren Kindern?

AR: Wir haben sehr guten Kontakt zueinander und ich bin sehr stolz auf meine Söhne! Pierre (27) ist in meiner Firma der Produktionsmanager und Marc (28) ist Kunstmaler. Er wird übrigens Anfang Oktober, ebenfalls in Australien, eine Ausstellung mit dem Titel „Andrés Choice“ eröffnen.

Machen Sie eigentlich auch einmal Urlaub? Haben Sie, bei Ihrem Leistungspensum, überhaupt freie Tage?

AR: Urlaub kenn ich nicht! Wer nicht arbeitet, hat auch keinen Urlaub und, wie gesagt, ich empfinde meine Musik nicht als „Arbeit“. Also brauche ich keinen „Urlaub“!

Gibt es noch einen Traum, den Sie sich erfüllen wollen? Viele Männer Ihres Alters träumen beispielsweise davon, einmal mit Der Harley-Davidson die Route 66 zu fahren…

AR: Mit einem Motorrad durch Amerika? Das ist nicht verrückt genug für mich! Da bleibe ich lieber bei meinem Traum, einmal auf dem Mond aufzutreten! Also träume ich davon, dass ich 120 Jahre alt werde, um das noch zu erleben!

Vielen Dank für dieses Interview!

Strahlende weiße Zähne, leuchtende Augen – Roberto Blanco scheint derzeit ein sehr zufriedener Mann zu sein! Zwar ist die Scheidung von Mireille noch nicht komplett in trockenen Tüchern, doch man will die Trennung wohlwollend und kooperativ über die Bühne bekommen. Die neue Frau an seiner Seite, Luzandra Straßburg, freut es und Roberto schaut in eine glücklich verliebte Zukunft. Auf den Seychellen gab sich das Paar schon das Ja-Wort. Natürlich muss die Hochzeit noch in Deutschland anerkannt werden, ein Bigamist will Roberto nicht sein!

Der Altersunterschied von fast 4o Jahren lässt den 74jährigen kalt. „Liebe kennt keine Altersgrenze“ sagt er, „ich betrachte mich einfach als zweimal gefühlte 35!“

Natürlich kann es immer wieder Probleme bei Partnerschaften geben. Das weiß Roberto Blanco nur zu gut. Gemeinsamkeiten müssen vorhanden sein. „Luzandra und ich kommen beide aus Kuba, unsere Familien leben sogar im gleichen Dorf“, führt er aus und sieht somit keine kulturellen oder sprachlichen Differenzen. „Das hat von Anfang an gepasst und war Liebe auf den ersten Blick! Wir saßen in derselben Limousine, die uns zu einer Veranstaltung fuhr und der Funken sprang sofort über.“  

Doch Roberto Blanco ist kein dummer Mann. Auch ihm ist klar, dass das biometrische Alter eine Rolle spielt – wenngleich es bei beiden gefühlsmäßig hundertprozentig übereinstimmt. Sicherlich nicht ohne Grund entdeckte er das Mittel EroXdoc, welches dem reiferen Mann ein grandioses Liebesleben bescheren soll. Wesentlicher Bestandteil ist Taurin, ein Wirkstoff der die Aktivität anregt.

„Das ist eigentlich das Entscheidende“, führt Roberto Blanco aus. „Ich sehe EroXdoc nicht ausschließlich als Potenzmittel. Es aktiviert mich, es ergänzt meine Lebensfreude und meine  natürlich Spontaneität. Dass es einen kleinen wesentlichen Nebeneffekt gibt“, fügt er schmunzelnd hinzu, „kann ich nicht abstreiten und das stört mich auch nicht wirklich!“

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