Dieter Thomas Heck auf Gut Aiderbichl bei Michael Aufhauser

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge besuchte Familie Heck das Gut Aiderbichl. Der Freund der Familie Michael Aufhauser nahm auf seinem Gnadenhof das Pferd Felix und den Esel Puschkin auf, die jahrelang im Garten des Schloss Aubach ein wunderschönes Leben führten….

„Wir haben das Schloss Aubach verkauft“, erinnern sich die Hecks, „weil unserer Firma Ditomultimedia von unserer Tochter in Berlin weitergeführt wurde. In unserem Schloss waren 70% der Zimmer Büroräume, die wir nicht mehr nutzten. Und unsere Kinder wollten das Schloss nicht behalten.“

Was blieb also übrig? Besitz verpflichtet und Dieter Thomas Heck änderte sein berufliches Leben. Zum 70. Geburtstag kündigte er das Ende seine beiden großen ZDF-Shows an. Zwar ist er nach wie vor als Schauspieler bei den Rosenheim-Cops, der Soko-Stuttgart und in einer RTL-Serie tätig, aber das ist eher „geliebtes professionelles Hobby“. Auch die plötzliche Krebserkrankung seiner Frau Ragnhild öffnete dem Paar die Augen.

„Wir waren zwar beruflich an den schönsten Orten dieser Welt“, erinnern sich die beiden, „hatten aber irgendwie niemals wirklich Zeit, weil wir zum nächsten beruflichen Termin hetzen mussten. Der Zeitfaktor wird mit zunehmenden Jahren immer wichtiger, wir wollen unsere Zeit gemeinsam genießen und wenn wir mal an einem schönen Ort sind, dann bleiben wir jetzt einfach eine Woche länger und bummeln!“

Nach der Krebserkrankung änderte sich auch Ragnhild Hecks Lebenseinstellung, die bis dahin die ganzen organisatorischen Belange der Firma hinter den Kulissen leitete, während „Hecki“ vor der Kamera brillierte. Die Krankheit veränderte das Leben.

„Eine Krankheit hat auch etwas Positives“, bestätigt das Ehepaar Heck. „Das Leben klärt sich im wahrsten Sinne des Wortes. Man stellt sich die Frage, was wirklich wichtig ist und Gesundheit gehört an erster Stelle dazu. Wir sind unheimlich froh, dass der Krebs bewältigt wurde und haben uns von überflüssigem Ballsat befreit. Wir reduzieren uns auf das Wesentliche … und das ist unser harmonisches Miteinander!“

Natürlich war die Aufgabe des Schlosses mit vielen Erinnerungen verbunden. Beim Packen der Kisten für den Zweitwohnsitz in Spanien, passierten alte Geschichten Revue. Und leider musste sich das Ehepaar Heck auch von einem Teil der geliebten Viecher trennen.

„Alle unsere Hunde, die bei uns in Aubach lebten, kamen aus Spanien“, erzählt Dieter Thomas Heck und berichtet von den „Findelhunden“, denen die Hecks das Leben retteten. „Einige wurden uns in einer Kiste vor die Tür gestellt, er letzte lief uns fast verhungert gerade zu! Für die Hunde war die Rücksiedlung in unser spanisches Haus kein Problem, aber was sollten wir mit Esel Puschkin und Pferd Felix machen? Beide sind Rentner gewesen und hätten weder den Transport noch die ungewohnte spanische Hitze überstanden…“

Der langjährige Freund der Familie, Michael Aufhauser, dem der Gnadenhof Gut Aiderbichl gehört, bot ein neues Heim an. Felix und Puschkin fanden sofort neue Freunde.

„Puschkin lebte noch einige Wochen auf Aiderbichl und war sehr glücklich“, berichtet Ragnhild Heck. „Eines Tages schlief er dann einfach auf der Weide ein. Felix geht es noch immer super! Er hat eine neue Freundin gefunden und ist in seine Stute ganz verliebt! Er wird wirklich wieder zum jungen Tier!“

Der Besuch auf Gut Aiderbichl galt natürlich nicht nur den eigenen Tieren. Die Tierliebe der Familie Heck ist bekannt und sie unterstützen nicht nur den Gnadenhof, sondern auch Tierheime in Spanien. Ob Büffel oder Jungfuchs, ob Pferd oder Ziege…am Nachmittag auf Gut Aiderbichl sah man ein strahlendes Ehepaar Heck, das alle Tiere „knutschte“.

„Wir freuen uns schon wieder auf unsere Hunde in Spanien, die dort von unserer Hasuhälterin betreut werden, und vermissen sie“, meinen die Hecks. „Jetzt haben wir auch die Zeit, unser Leben in Spanien über längere Zeiträume zu genießen. Früher waren wir höchstens eine Woche dort…“

Doch eines ist geblieben: Die gemeinsame Organisation! Was im eingespielten Team jahrelang im Beruf geübt wurde, verinnerlichten die Hecks auch privat.

„Meine Frau schreibt mir den Einkaufszettel und ich bin unterwegs zum Supermarkt“, sagt Dieter Thomas Heck. „Leider kaufe ich meistens viel mehr, als auf dem Zettel steht…aber ich kaufe immer günstig! Wobei ich mir dann auch ab und zu anhören muss, dass ich besser etwas weniger und teurer hätte kaufen sollen. Fürs Kochen ist aber Hildchen zuständig. So gut wie sie kocht niemand auf dieser Welt! Und wenn wir mal beide alle Viere baumeln lassen wollen, dann gehen wir abends in Aguilas in unser Lieblingsrestaurant „Marina“ mit Blick auf Burg und Hafen. Ansonsten ist die Teilung der Hausarbeit recht einfach: Ich kümmere mich um den Garten, meine Frau sich um das Haus.“

Letzteres richtete Ragnhild Heck kurz vor ihrer Reise nach Österreich auf das Gut Aiderbichl übrigens komplett neu ein! Die Terrasse wurde neu gekachelt, neue Markisen angebracht, die Fenster erneuert und die Einrichtung komplettiert. Doch man würde den Hecks Unrecht zufügen, wenn man Spanien als „Altersruhesitz“ bezeichnen würde. Von „Alter“ und „Ruhe“ ist bei den beiden aktiven „Senioren“ nichts zu bemerken.

„Wir haben immer viel vor“, strahlt Dieter Thomas Heck „und tingeln zwischen unserer Wohnung in der Schweiz, Berlin und Spanien hin und her. Und in Spanien nbesuchen nuns unsere Enkelkinder regelmäßig. Kürzlich war Enkelsohn Julius (3) hier und begutachtete kritisch den Garten. „Blumen und Auto gehören Opa“ war sein Kommentar. Außerdem, das darf man nicht vergessen, lebt unser Sohn Nils in Südafrika in Kapstadt und führt dort ein wunderschönes Hotel! Ein weiteres Ziel bei unserer gemeinsamen Reiselust!“

Und nächstes Jahr ist dort Weltmeisterschaft, ein unbedingtes „Muss sein!“ für den Fußballfan Dieter Thomas Heck.

Da Ragnhild Heck wieder absolut fit und voller Tatendrang ist und lediglich eine Drainage-Binde über dem Arm tragen muss, weil ihr Lymphgefäße entfernt worden sind, steht den kommenden internationalen Reiseaktivitäten nichts im Weg. Und auch „Hecki“ kann nicht so ganz ohne „Action“ auskommen. Er stellt Ende Oktober seine selbst gesungene neue CD „Heck is Back“ vor, auf der 30 Lieblings-Songs (von früher bis heute) des TV-Urgesteins neu aufgenommen und abgemischt worden sind. Diese CD sollte in keiner Plattensammlung eines Schlagerfans fehlen!

Und mit einem Küsschen auf Felix’ Pferdenase verabschieden sich die Hecks vom Gut Aiderbichl. Es war ein schöner Nachmittag und Felix hat schon wieder seine Stute am Gatter gesehen und ist auf und davon. „Man muss loslassen können“ lautet die Devise der Hecks und in die Zukunft schauen…

Christian Pantel


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