Ein wenig ist die Zeit im Hause Köhnlechner stehen geblieben: Viele alte Gegenstände, das Schachbrett und die Regale, stehen noch immer am Platz und ehren das Andenken an Heilpraktiker Manfred Köhnlechner. Elke Köhnlechner denkt noch oft an die gemeinsame Zeit und hält das Werk des uneingeschränkten Gesundheits-Vordenkers hoch. Noch heute basieren viele Therapien und Diäten auf den Entwicklungen von Manfred Köhnlechner.
Mit dem Buch "Der Wegbereiter" (2002) ihres verstorbenen Mannes tourt Witwe Köhnlechner durch die Republik, hält Lesungen und sammelt damit Spenden für die Köhnlechner-Stiftung. Für sie ist er unvergessen und für viele Menschen noch immer der "Guru" für ein gesundes Leben.
"Wir waren genau 114 Monate und 27 Tage zusammen", erinnert sich Elke Köhnlechner an die schöne Zeit. Sie lernte ihren Mann durch eine Kontaktanzeige kennen und es war die große Liebe. Manfred Köhnlechner verstarb im Alter von 76 Jahren an Prostata-Krebs, der Krankheit, gegen die er beruflich so sehr gekämpft hatte.
"Er hat es bis zum Schluss mit großer Stärke getragen", sagt Elke Köhnlechner, "und starb in meinen Armen. Dass ich dabei sein durfte, war ein großes Geschenk."
Lange Zeit litt die junge Witwe Köhnlehner unter dem Verlust ihres Mannes und hatte sich auch mit Anfeindungen auseinander zu setzen. Neid war vorhanden und Gier wurde ihr unterstellt. Sie beweist spätestens jetzt allen Zweiflern, dass sie das Werk ihres Mannes fortsetzt, indem sie seine Lehren durch die Köhnlechner-Stiftung weiter verbreitet.
Im Haus hat sich wenig verändert. Teilweise bewahrte Elke Köhnlechner noch die alten Möbel auf, ein bisschen Erinnerung, ein bisschen Wehmut schwingen in den Räumen mit. Bilder und Büste des Manfred Köhnlechner hängen noch an der Wand.
Wird es jemals einen anderen Mann für sie geben?
"Nein", antwortet Elke Köhnlechner, "eine Ehe, wie ich sie einmal hatte, kann man nicht noch einmal erleben. Das brauche ich mir erst gar nicht zu wünschen. Aber etwas anderes hat trotzdem Platz in meinem Leben."