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Gerry Hungbauer: Der Star aus „Rote Rosen“ als „vorübergehend alleinerziehender Vater“!Schauspieler Gerry Hungbauer ist stolzer Vater eines bezaubernden einjährigen Sohnes mit dem Namen Leopold-Amadeus. Doch was er bisher nicht wusste: „Vater sein ist schwer“, vor allem, wenn man Kind und Beruf unter einen Hut bringen muss! Seine Ehefrau Ute, die normalerweise noch ihr Babyjahr genießen kann, ist Ärztin und macht eineWeiterbildung in einer Klinik. Nun stand „Papa Hungbauer“ mit Sohnemann und Hauptrolle bei „Rote Rosen“ in Lüneburg vor der Kamera und erfuhr, was „Doppelbelastung“ heißt…
Gerry Hungbauer: Ich habe 20 Theaterjahre, davon fünf Jahre am Staatstheater Karlsruhe hinter mir! Ich würde mal sagen: Ich habe meinen Schauspiel-Beruf von der Pike auf an gelernt. Damals standen für mich zwei Berufswege offen: Sportlehrer oder Schauspieler. Da ich schon während meiner Schulzeit der Klassenclown war, führte das zur späteren Schauspielausbildung. Und jetzt sind Sie in einer Telenovela gelandet?
Sie sind von Anfang an dabei? Gerry Hungbauer. Ja, seit 2006! Und das hatte einen großen Reiz für mich! Wenn man von der ersten Minute an mit an Bord ist, erfährt man wirklich, wie das Baby laufen lernt. Das ist für uns alle ein Gemeinschaftsprojekt geworden, das uns am Herzen liegt…und ich denke, das merkt der Zuschauer! Welche Rolle spielen Sie? Gerry Hungbauer: Ich bin „Thomas Jansen“, ein recht agiler Typ, der schnell handelt und öfter ins Fettnäpfchen tritt. Manchmal ohne Hirn, denn er steckt mitten in der Midlifecrisis, aber er bekommt eigentlich alles wieder in den Griff. Sehen Sie charakteristische Parallelen zu Thomas Jansen? Gerry Hungbauer: Moment! Ich bin im tatsächlichen Leben sechs Jahre jünger und stecke keineswegs in einer Midlifecrisis! Aber es stimmt insofern, dass die Autoren typgerecht schreiben und „Thomas Jansen“ und ich sich im letzten Jahr angenähert haben. Mit meinem bayerischen Temperament trete ich auch gerne in Fettnäpfchen! Sie leben in München….das ist ein weiter Arbeitsweg!
Wo gefällt es Ihnen besser? Im Süden oder Norden? Gerry Hungbauer: Lassen Sie mich diese Frage so beantworten: Wenn ich im Norden leben würde, dann in Lüneburg! Die Menschen sind unheimlich herzlich hier, wir haben sehr viel nette Leute kennen gelernt und ich hätte, als eingefleischter Bayer, nicht gedacht, dass die Lüneburger „Preußen“ so fantastische Menschen sind! Aber natürlich hängt mein Herz in der Heimat, man möge mir das nicht verübeln! Seit einem Jahr sind Sie auch noch stolzer Vater! Auch Ihr Sohn hat einen eher süddeutschen Namen: „Leopold-Amadeus“. Glückliches Familienleben? Sie sind verheiratet? Gerry Hungbauer: Na klar sind Ute und ich verheiratet! Ganz spießig, und wir lieben uns! Wie haben Sie sich kennen gelernt? Gerry Hungbauer: Das war vor zwölf Jahren im Festspielort Wunsiedel, ich habe dort „Amadeus“ gespielt und während dieser Produktion als Untermieter gewohnt. Meine Vermieter hatten eine bezaubernde Tochter, die ich mir geschnappt habe. Wer als Vermieter bei einem Schauspieler nicht schnell genug die Wäsche oder die Tochter versteckt, hat verloren! Ich habe mich in diesem Fall für die Tochter entschieden, es war Liebe auf den ersten Blick! Und geheiratet haben Sie vor vier Jahren…hat der Name Ihres Sohnes Amadeus etwas mit diesem Festspiel zu tun?
Derzeit sind Sie mit Leopold allein und haben die kompletten väterlichen Pflichten? Gerry Hungbauer: Ute ist zwar noch im Babyjahr, aber als Ärztin muss sie sich in einer Klinik weiterbilden. Da diesen Monat für mich bei „Rote Rosen“ die Drehpläne relativ entspannt sind, ist Leopold bei mir geblieben. Mit der Hilfe von zwei Babysittern schaffe ich das gut. Außerdem kann ich Leopold mit ans Fernsehset nehmen. Er ist der Liebling von „Rote Rosen“ und hat alle verzaubert! Damit können Sie die Doppelbelastung von beruftätigen Müttern sicher besser verstehen?
Wie sieht denn Ihr Alltag mit Sohnemann momentan aus? Gerry Hungbauer: Morgens eine Stunde früher raus, Leopold anziehen, Milch fertig machen, wickeln und vor der Arbeit genügend Zeit für ihn haben. Dann geht’s in Studio, entweder er kommt mit, wenn ich nicht soviel drehen muss, oder die Babysitter helfen aus. Abends habe ich dann uneingeschränkt Zeit für Leopold. Dann bummeln wir durch Lüneburg oder machen, wenn es ein freier Nachmittag ist, einen Ausflug ins hiesige Spaßbad, das Salü. Und Sie genießen seine Entwicklungsschritte sicherlich bewusster… Gerry Hungbauer: Faszinierend! Leopold entwickelt sich explosionsartig! Plötzlich kann er eine neue Grimasse und ich frage mich, wo er die her hat. Ich bin ständig überrascht. Das Schönste ist für mich die bedingungslose Liebe, die er rüberbringt. Das ist herzerfüllend. Er kuschelt sich fünf Minuten in meinen Arm und ich bin nur für ihn da. Das ist die größte Erfahrung in meinem Leben überhaupt. Das kann man nur verstehen, wenn man selbst Kinder hat. Milliarden Menschen erleben das, aber man muss diese Erfahrung wirklich selbst machen! Ich danke dem bayerischen Herrgott, dass ich ein so tolles Knuddelkind habe! Sie ärgern sich nie über Ihren Sohn?
Bald ist Ihre Frau zurück in Lüneburg und Sie können sich wieder voll auf Ihren Beruf konzentrieren. Gibt es noch andere Zukunftspläne außerhalb von „Rote Rosen“? Gerry Hungbauer: Derzeit bin ich hier in vollem Engagement und es macht mir wirklich viel Freude, mit diesem fantastischen Team zu arbeiten. Wir sind eine richtige Familie geworden. Aber natürlich gibt es berufliche Zukunftswünsche. Ich würde gerne mal eine Hauptrolle in einer durchgehenden Abendserie spielen, einen Krimi-Kommissar oder was Lustiges, denn eigentlich bin ich Komödiant! Und privat bin ich glücklich, wenn alles so bleibt, wie es ist. Vielen Dank für dieses Interview! |
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