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Der "Rote Rosen Star" privat: Interview mit Janette RauchSeit einen Jahr ist die Schauspielerin Janette Rauch in der ARD-Erfolgs-Telenovela „Rote Rosen“ zu sehen. Und die Einschaltquote stimmt! Sicherlich wird die Bildschirmpräsenz der arrivierten Schauspielerin ihren Teil dazu beitragen, denn Janette Rauch spielt die weibliche Hauptrolle „Alice Albers“. Die Rolle einer Frau, die in ihrem Leben einiges mitgemacht hat und mit der sich die meisten Zuschauerinnen der Zielgruppe „40 plus“ identifizieren können. Zumal Janette Rauch auch eigenen Erfahrungen in diese Rolle einbringt! Auch ihr Leben verlief nicht in „ruhigen Bahnen“ …
Frau Rauch: Wie sind Sie zu der Rolle „Alice Albers“ bei „Rote Rosen“ gekommen? Janette Rauch: Ich hatte schon zuvor mit der Produzentin von „Rote Rosen“ bei einer anderen Serie, dem „Alpha Team“ gedreht und der verantwortliche Redakteur kam auf die Idee, mich für den Trailer von „Rote Rosen“ zu besetzen. Als dann, im vergangenen Jahr, die Telenovela in die Produktion ging, wurde ich zum Casting eingeladen und auf einmal hatte ich die Rolle. Für Sie eine ungewöhnliche Aufgabe! Man kennt Sie vom „Traumschiff“, aus vier Filmen mit Hape Kerkeling, aus „Herz über Bord“ mit Herbert Herrmann oder TV-Reihen wie „Die Geliebte“ - nur um einige Beispiele zu nennen. Warum machen Sie bei einer Telenovela mit?
Wurde Ihnen die Rolle auf den Leib geschrieben? Sind Sie selbst der „Alice Albers“ ähnlich?
Sie leben in Bremen, gedreht wird in Lüneburg. Fahren Sie jeden Tag zur Arbeit? Janette Rauch: Ich habe einen zweiten Haushalt in Lüneburg in der dortigen Produktionswohnung. Das ist natürlich etwas kompliziert, weil man zwei Haushalte führen muss und in einem meistens das fehlt, was im anderen herumliegt. Insbesondere bei Papieren ist das ab und zu problematisch! Und bei Schuhen! Ein typisches Frauenproblem…wo sind die richtigen Schuhe? Janette Rauch (lacht): Dieses „typische Frauenproblem“ habe ich nicht! Ich habe genug Schuhe! Da bin ich mittlerweile recht gut organisiert. Mein „Atmo-Paket“ ist eine Kiste, in der ich alles Wichtige transportiere und sie ist immer dabei! Und was machen Sie mit Ihrer Katze?
Hatten Sie keine Angst, dass ein Haustier Sie zu sehr bindet? Janette Rauch: Das ist lustig bei mir! Mein Leben entwickelt sich immer in die richtige Richtung, wenn ich mir etwas vornehme. Ich habe Sternchen geholt, danach, eine Woche später, eine Wohnung mit Garten und einer netten Hausgemeinschaft gefunden. Das war das, was ich mir gewünscht hatte und es ging direkt in Erfüllung. Ich hatte Sternchen einmal mit in der Produktionswohnung in Lüneburg, doch sie fühlt sich in Bremen zuhause. Katzen sind sehr revierbezogen. Nun gut…mit dem Haustier klappt’s! Aber warum haben Sie keinen Mann oder Freund? Sie sind doch eine sehr attraktive und erfolgreiche Frau…warum sind Sie Single? Janette Rauch: Ganz einfach: Ich arbeite zuviel!
Janette Rauch: Ich war mittendrin! Wurde von der ersten Welle mitgezogen und konnte mich dann auf ein Hausdach retten. Dort habe ich dann alles von oben gesehen, wie Menschen und Häuser zum Spielball der Natur wurden. In dieser Situation habe ich auch sinnlich erfasst, wie vergänglich wir sind. „Es ist OK, wenn es jetzt soweit ist“…so empfand ich damals, hatte keine Angst mehr, fühlte eine gewisse Wärme, Liebe und habe gemerkt, wie es ist, wenn das Leben den Körper verlässt. Das hat Sie verändert? Janette Rauch: In jedem Fall! Das „Klassenziel“ ist in meinem jetzigen Leben „Spritualität“. Ich bin nach dem Tsunami-Erlebnis oft im Hamburger Planetarium gewesen, um wirklich zu begreifen, in welchem kleinen Mikrokosmos wir leben und wie wichtig wir uns trotzdem nehmen!
Janette Rauch: Ich war schon immer sehr naturnah. Aber seit dem Tsunami habe ich sehr gezielt Zeiten und Räume gesucht, wo ich „Ich“ sein kann. Wenn ich in meinem Garten arbeite, dann komme ich wirklich bei mir an. Und gerade das ist bei meinem Beruf, in dem ich in andere Figuren schlüpfe, sehr wichtig für mich. So gesehen war die Katastrophe eine gewisse Läuterung in meinem Leben. In meinem Garten finde ich meine Mitte. Und wie sieht Ihre „Mitte“ aus? Janette Rauch: Die Höhen und Tiefen im Leben auszuloten. Beides gehört dazu! Das ist ja das Merkwürdige an unserer Gesellschaft …alles was mit Schmerz, Tod und Trauer zu tun hat, wird ignoriert und ausgesperrt. Der Tod ist bei uns ein angstbesetztes Thema, dem wir zutiefst ohnmächtig gegenüberstehen. In anderen Gesellschaften, beispielsweise in Asien, gehört der Tod zum Leben dazu. Wir versuchen alles zu manipulieren, Lösungen zu finden und uns in den „großen Plan“ einzumischen…doch der „große Plan“ wird ganz woanders gemacht! Erst wenn man Schmerz akzeptiert, kann man auch Glück empfinden. Und genau da sehe ich meine Mitte. Wie ist denn Ihr Plan für die Zukunft? Janette Rauch (lachend): Das ist nun wirklich eine ganz gefährliche Frage! Wenn Du das Göttliche zum Lachen bringen willst, dann schmiede Pläne! Vielen Dank für dieses Interview! |
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