Janne Schra, Sängerin von Room Eleven, sagte einmal: „Wir lieben Menschen, die ihre Fantasie benutzen und sich ein eigenes Bild zu unserem Namen machen.“ Gerne! Man muss dazu nur das aktuelle Album auflegen und schon hat man es ganz deutlich vor Augen: Raum Nummer elf muss in einem wunderbaren, alten Hotel in Louisiana liegen.
Auf dem kleinen, verkratzten Tisch am Fenster steht ein Strauß Blumen, der einen Schuss Wasser vertragen könnte. Daneben stehen zwei leere Whiskeygläser. Die Flure sind dunkel und erhaben, gelegentlich huscht ein nickender Gentleman vorbei. Aus der Hotelküche dringt mittags der nussige Duft des Hausgerichtes – Gumbo-Eintopf nach Südstaatenart. Mmm … Im Erdgeschoss gibt es eine kleine Hotelbar, die spätestens wenn es dämmert voll ist. Cocktails werden über die Theke gereicht – White Russians und Pink Pussycat. Man sieht elegante und zwielichtige Gäste, die sich an dunkle Holzwände lehnen und dabei mit dem Fuß zur Musik wippen. Und die kommt – genau – von Room Eleven.
Der Gumbo-Eintopf, der in den Südstaaten Amerikas zu den Traditionsgerichten zählt, steht seit jeher als Metapher für die Vermischung der verschiedenen (Ess-) Kulturen. Das auf die verschiedenen Klangkulturen zu übertragen, die sich in Room Eleven vermischen, liegt ja nahe. Und wenn man die satten 13 Songs durchgehört hat, liegt einem auch schnell ein lautes „Mmm…“ auf der Zunge.
Im April werden Room Eleven mit folgendem Routing durch Deutschland touren ( Veranstalter: A.S.S. Concerts):
16.04. Hamburg, Stageclub
18.04. Gera, Blue Note
19.04. Berlin, Wabe
22.04. Köln, Studio 672
23.04. Frankfurt, Nachtleben
24.04. Kassel, Schlachthof
26.04. Freudenburg, Ducsaal
27.04. Wuppertal, LCB
30.04. München, Kultur im Schlachthof