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Jürgen Drews und Ehefrau Ramona im Megapark auf MallorcaAuf Mallorca ist die Sommer-Sensation perfekt: Der Megapark buchte den „König von Mallorca“ Jürgen Drews. Er wechselte nach fast 30 Jahren von der kleinen Keller-Kult-Bar „Oberbayern“ in die „MegArena“, wo er jetzt vor 3000 Leuten auftritt. Der Sänger sieht diesen Wechsel für seine berufliche Karriere sehr positiv, doch ein weinendes Auge ist auch dabei… Herr Drews, Sie haben seit sehr langer Zeit wöchentlich im verhältnismäßig kleinen Oberbayern Ihre Party gefeiert. Nun geht’s überraschend auf die große Bühne im Megapark?
Jürgen Drews: So überraschend ist das nicht! Der Megapark versucht schon seit Jahren mich zu bekommen und ich habe erst jetzt zugesagt. Ich habe auch wirklich ein bisschen schlechtes Gewissen dem Oberbayern gegenüber und muss mich unbedingt mit dessen Besitzer Miguel noch mal zusammensetzen. In meinem Megapark-Vertrag steht extra drin, dass ich auch zukünftig für Auftritte im Oberbayern zur Verfügung stehen darf. Warum überhaupt der Wechsel? Jürgen Drews: Das hat auch etwas mit meiner musikalischen Entwicklung zu tun. Ich bin ja grundsätzlich eher der „Partytyp“, der sein Publikum live mitreißt. Wenn jetzt in der MegArena 2500 Menschen, von denen 80% junge Leute sind, richtig abfeiern, dann ist das schon etwas anderes. Die Zeiten haben sich am Ballermann geändert und mein Publikum wird jünger. Im Megapark ist die größere Bühne und es gehen mehr Leute hinein. Aber alles hat seine zwei Seiten. Es mag sein, dass für viele das Oberbayern kultiger ist.
Jürgen Drews: Natürlich gibt es auch noch das klassische Partyvolk, aber kürzlich war ein ganzer Abiturjahrgang mit „Abi 2008“ T-Shirts da. Die Kids wollen nicht betrunken rumlallen, die wollen Party. Da mache ich auch mal Stagediving, lasse ich mich von der Bühne ins Publikum fallen und werde von Händen aufgefangen und das in meinem gesegneten Alter! Das hat nichts mit Deutschem Schlager und Alkohol zu tun, das ist Party pur. Ich habe schließlich die gesamte Entwicklung vom Ballermann miterlebt, da bricht jetzt auch eine neue Zeit an, bei der man mitgehen muss und die als sehr positiv empfinde! Als „König von Mallorca“ sollte man auch am Nerv der Zeit sein! Wie kamen Sie eigentlich zu dieser Auszeichnung? Jürgen Drews: 1999 hat Thomas Gottschalk bei „Wetten dass…“ auf Mallorca Costa Cordalis und mich als Überraschungsgäste gehabt und nannte uns die „Könige von Mallorca“. Das war die Initialzündung. Daraus entwickelte sich sozusagen ein „Label“, eine „Trademark“. Es kursiert gerade das Gerücht, dass Kollege Bernhard Brink, der mit Ihnen zusammen vom Oberbayern in den Megapark wechselte, von einer mallorquinischen Disjockey-Kommision zum neuen „König von Mallorca“ gekrönt wurde. Wissen Sie davon?
Und Sie machen beides: poppigen Schlager- und Party … Jürgen Drews: Genau! Im Megapark gibt’s das Bett im Kornfeld und alle alten Hits bis hin zu „Lass mich rein in Deine Arme“ für intelligente Leute und nicht für Komasäufer. Die wollen Spaß und Spaß ist meine Botschaft. Spaß muss nicht immer was mit Alkohol zu tun haben. Sie selbst trinken auch keinen Alkohol? Jürgen Drews: Niemals Alkohol, niemals Drogen! Und ich kann trotzdem feiern wie ein Bekloppter! Langsam spricht sich das herum und das Ballermann-Image von Jürgen Drews verändert sich genau wie der Ballermann. Wenn junge Leute von heute tagsüber Sommer, Sonne, Wind genießen und abends weggehen und vielleicht einen Cocktail trinken, dann erwarten sie auch einen nüchternen Entertainer. Ich bin derjenige der sagt „lasst uns ein bisschen Radio Gaga machen“, ich war noch nie derjenige der sagt „saufen bis zum Abwinken“. Auch durch das Megapark-Ambiente spricht sich das langsam herum und ich bin sogar bei der NDR-Talkshow akkreditiert. Wäre vorher undenkbar gewesen! Mit dem Imagewechsel kommt auch mehr musikalische Akzeptanz, was mich natürlich sehr freut!
Jürgen Drews: Ich höre alles, auch Hip Hop, Rock und Klassik. Es muss nur gute Musik sein! Sie leben in der Sommersaison auch auf Mallorca? Jürgen Drews: Wir haben in Santa Ponca seit acht Jahren ein Haus und hatten das ursprünglich einmal vor. Doch unsere Tochter Joelina (12) möchte lieber in Deutschland leben und somit ist unser Haus auf Mallorca unser Feriendomizil. Ich fliege einmal wöchentlich zu meinen Auftritten und im Haus mache ich mit meiner Familie dann in den Schulferien Urlaub. Was würden Sie denn sagen, wenn später einmal Joelina am Ballermann Urlaub macht? Jürgen Drews: Das würde sie nicht machen. Sie steht nicht auf Party und findet ganz andere Musik abgefahren. Aber wenn sie wirklich will, kann sie das gerne tun. Ich habe damit absolut kein Problem! Arenal hat sich zum Positiven verändert. Hört sich ja richtig artig an…. Jürgen Drews: Naja, die Bikini-Oberteile fliegen schon noch auf die Bühne! Und Ehefrau Ramona ist nicht eifersüchtig? Jürgen Drews: Wenn man sich liebt, ist man immer ein bisschen eifersüchtig. Ich gebe zu, dass ich gerne in fremde Ausschnitte gucke und weibliche Brüste interessant finde, aber sie weiß, dass ich absolut treu bin. Ramona ist der Chef im Ring! Sie hat also alles unter Kontrolle? Jürgen Drews: Sie steht seit 18 Jahren hinter mir und passt auf, dass meine Gutmütigkeit Und als Belohnung gehen Sie mit ihr shoppen und tragen die Tüten? Jürgen Drews: Wer sagt so was? Ich bin absolut kein Tütenträger! Ramona kann durchaus alleine einkaufen. Aber ein kleiner Tipp: es gibt sehr schöne Geschäfte in Arenal! Haben Sie noch weitere Tipps auf Mallorca?
Und was sind Ihre kommenden Pläne? Jürgen Drews (lachend): Na mindestens zwanzigtausend Hits schreiben, damit ich Bernhard Brink schlage und der nicht König von Mallorca wird! Vielen Dank für dieses Interview! |
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