Das neue Buch von Peer Augustinski: "Aus heiterem Himmel"

Nach der Hirnblutung am 8. November 2005 änderte sich Peer Augustinskis Leben komplett. Von einer auf die andere Sekunde war er nicht mehr der Mensch, der zuvor mit Lebenslust und Aktivität glänzte und als Schauspieler von Klimbim bis Theater überzeugte. Halbseitenlähmung – ein Begriff, den jeder kennt und den immer nur „andere“ haben. Das einzige was ihm blieb, war sein Humor und seine Disziplin. Er kämpfe sich zurück ins Leben und schrieb ein Buch darüber …

„Und Du willst mal eine Kuh werden?“, fragt Peer Augustinski das frisch geborene Kalb auf dem Bauerhof Schiefelbusch im Bergischen Land und gibt ihm einen Finger zum Nuckeln. „Ein Ausflug wie dieser wäre vor zwei Jahren noch undenkbar gewesen“, fügt er hin zu und kann sogar wieder ein flatterndes Huhn festhalten und ein Kaninchen kraulen. „Ich habe gelernt, mit meiner Behinderung zu leben. Akzeptieren werde ich sie nie, aber ich kann jetzt damit umgehen!“

Es geht auch schon viel besser. Während er letztes Jahr eher im Zeitlupentempo vorankam, läuft Peer Augustinski jetzt mit gemäßigtem Schritt. Der Krückstock muss noch helfen und wird auch in Zukunft sein ständiger Begleiter sein, doch er kann ihn schon mal beiseite stellen, wenn er mit Kälbchen herumalbert. Peer Augustinski macht vor, wie man auch in schweren Lebenslagen ein Unglück meistern kann.

„Ein Grund für mein Buch „Aus heiterem Himmel““, sagt er. „Ich möchte gerne anderen Patienten helfen. Ich will kein Beispiel sein oder bevormunden, ich möchte mit dem Buch Mut zusprechen und Hilfsmöglichkeiten aufzeigen!“

Es gelingt ihm ausgezeichnet. Der Titel „Aus heiterem Himmel“ bezieht sich auf den Schlaganfall.

„Ich hatte plötzlich ein wattiges Gefühl“, erinnert er sich, „und als ich im Krankenhaus wieder zu mir kam, dachte ich, dass alles bald wieder in Ordnung sein würde. Erst als man mir später in der Reha sagte,, dass nichts wieder wie früher sein wird, ging mir ein Licht auf. Ich fiel in ein tiefes Loch und stellte mir natürlich die Frage „warum ich?““

Doch Peer Augustinski versank nicht in Selbstmitleid, auch wenn ihm ab und zu zum Heulen zumute war. „Die Hoffnung stirbt zuletzt“, lautet sein Lebensmotto und er fing an, sich über seine Behinderung zu informieren.

„Ich habe alles mögliche gelesen“, berichtet er, „doch letztlich waren alle Bücher von Ärzten geschrieben. Fachwissenschaftliche Information,  trocken, wenig humorvoll und für mich auch nicht wirklich hilfreich. Die Sicht des Patienten, die Möglichkeiten der Reha, all das hat mich interessiert und das habe ich gesucht.“

Die klassische Rehabilitation ging los und Peer Augustinski sagt. „Letztlich haben doch alle nur mit Wasser gekocht. So richtige Fortschritte habe ich irgendwie vermisst. Zwar wurde mein Zustand besser und die therapeutischen Hilfen funktionierten, aber irgendwie war es immer dasselbe….“

Also machte sich sein ungeduldiger Charakter bemerkbar: Da muss mehr gehen! Peer Augustinksi übte mit dem Robotarm, einem computeranimierten Trainingsgerät. Doch den eigentlichen Durchbruch zur eigenen Selbstständigkeit hatte er mit der Methode von

Doris Brötz aus Tübingen. Die Physiotherapeutin arbeitet am Institut für Medizinische Psychologie an einem Forschungsprojekt zur Schlaganfallrehabilitation. Genau dieses Konzept des Brötz-Trainings findet der Leser in Peer Augustinskis Buch, dass er zusammen mit Doris Brötz schrieb.

„Aus heiterem Himmel“ ist nicht nur ein informatives Buch, es berichtet auch vom bewegten Leben des Schauspielers und seinen Gedanken nach dem Schlaganfall.

„Es ist ja nicht nur der Schlaganfall und die Reha“, erklärt er, „es geht ja auch um psychologische Dinge, die in einem ablaufen und um die nahe stehenden Angehörigen, die zwangsläufig mit in das veränderte Leben einbezogen werden… ob sie nun wollen oder auch nicht!“

Peer Augustinskis Ehefrau Gisela war natürlich seine größte Stütze. Sie stand ihm zur Seite und er gesteht offen ein: „Ohne sie hätte ich es nicht geschafft! Doch auch meine Frau hat ein Recht auf ein eigenes Leben. Sie kann nicht nur für mich da sein und ich wollte mich auch nicht als Klotz am Bein fühlen. Auch das war eine wichtige Motivation für mich und rückblickend hatte der Schlaganfall auch etwas Gutes: unser Verhältnis ist intensiver geworden.

Wieder „normal sein“ oder sich zumindest als „normal behandelt fühlen“ war das Ziel.

„Man erlebt plötzlich mit einer Behinderung seine Umwelt ganz anders“, berichtet der Schauspieler. „Menschen drehen sich weg und wollen nichts sehen oder sind besonders besorgt und wollen helfen. Beides kann zur Belastung werden und manchmal hatte ich den Traum, dass alles wieder beim Alten sei….und dann wachte ich auf und stand der Realität gegenüber. Aber ans Aufgeben dachte ich nie, auch wenn die Therapie sehr hart war und ich im täglichen Leben beeinträchtigt war….und es auch noch immer bin und sein werde. Ich laufe nach wie vor nicht gerne, doch ich weiß, dass es ein muss.“

Vor allem eines hat Peer Augustinski aus seinem Schicksal gelernt: achte auf die Signale deines Körpers. Niemals hat er sich wirklich um seinen Bluthochdruck gekümmert, der wahrscheinlich wesentlich zum Schlaganfall beigetragen hat. Fehler, auf die er aufmerksam machen will. Ein ganzes Kapitel seines Buches widmet sich den Ursachen und Vorboten.

„Und wenn es tatsächlich passiert“, sagt er, „dann muss man Mut haben. Trau Dich! Tu was Du gerne tun würdest, auch wenn es schief geht und Du als Halbseitengelähmter hinfällst. Was sind schon ein paar Beulen und Kratzer gegen das berauschende Glücksgefühl, etwas erreicht zu haben?“

Früher war er begeisterter Porschefahrer, jetzt sucht er sich seinen Wagen nach Bewegungsfreiheit aus und ist stolz auf das Erreichte. Er besitzt einen Kleinwagen mit behindertengerechter Ausstattung und Automatik und hat seinen Führerschein noch einmal gemacht.

„Ein wahnsinniger Erfolg für mich“, sagt er, „selbst Auto zu fahren, gibt mir eine gewisse Freiheit zurück!“

Der wichtigste Aspekt der Rehabilitation ist das Eigentraining. Dort setzt die Brötz-Methode an, sie liefert dem Patienten Ansatzpunkte selbstständig zu üben. Mit wenigen Worten wird das Konzept  als Gesundheitsformel beschrieben: Handlungsbedarf erkennen, Verantwortung übernehmen, Ziele festlegen, Neues annehmen, üben und trainieren, sich wohl fühlen. Und mit genauen Abbildungen des Schauspielers beim täglichen Training, wird Handlungsanleitung gegeben.

 „Ich wiederhole mich“, sagt Peer Augustinski, „aber die Worte „die Hoffnung stirbt zuletzt“ treffen es auf den Punkt. Mein Ziel ist es, wieder so zu gehen, dass es eines Tages ohne Stock funktioniert! Und ich möchte meine linke Hand wieder vollständig aktivieren. Noch immer ist das eigenständige Öffnen der Finger nicht zuverlässig.“

Und wer den Künstler beobachtet weiß, dass er es schaffen wird. Da ist das Kraulen vom Kaninchen auf dem Bauernhof nicht nur eine Liebkosung, gleichzeitig ist es Fingertraining das Spaß macht! Die kleinen Dinge sind es, die Peer Augustinski bewusst sieht und die das Leben wieder lebenswert machen.

„Ich habe einfach Glück gehabt, dass mich der Schlag erst mit 65 erwischt hat“, meint er, „und dass das Sprachzentrum im Gehirn nicht in Mitleidenschaft gezogen worden ist. So konnte ich in meinem Beruf weiter arbeiten, im Studio synchronisieren und Hörbücher einlesen. Natürlich würde ich auch gern wieder vor der Kamera stehen und könnte mir durchaus vorstellen ein Rolle im Rollstuhl oder als Behinderter zu spielen.“

Christian Pantel

Strahlende weiße Zähne, leuchtende Augen – Roberto Blanco scheint derzeit ein sehr zufriedener Mann zu sein! Zwar ist die Scheidung von Mireille noch nicht komplett in trockenen Tüchern, doch man will die Trennung wohlwollend und kooperativ über die Bühne bekommen. Die neue Frau an seiner Seite, Luzandra Straßburg, freut es und Roberto schaut in eine glücklich verliebte Zukunft. Auf den Seychellen gab sich das Paar schon das Ja-Wort. Natürlich muss die Hochzeit noch in Deutschland anerkannt werden, ein Bigamist will Roberto nicht sein!

Der Altersunterschied von fast 4o Jahren lässt den 74jährigen kalt. „Liebe kennt keine Altersgrenze“ sagt er, „ich betrachte mich einfach als zweimal gefühlte 35!“

Natürlich kann es immer wieder Probleme bei Partnerschaften geben. Das weiß Roberto Blanco nur zu gut. Gemeinsamkeiten müssen vorhanden sein. „Luzandra und ich kommen beide aus Kuba, unsere Familien leben sogar im gleichen Dorf“, führt er aus und sieht somit keine kulturellen oder sprachlichen Differenzen. „Das hat von Anfang an gepasst und war Liebe auf den ersten Blick! Wir saßen in derselben Limousine, die uns zu einer Veranstaltung fuhr und der Funken sprang sofort über.“  

Doch Roberto Blanco ist kein dummer Mann. Auch ihm ist klar, dass das biometrische Alter eine Rolle spielt – wenngleich es bei beiden gefühlsmäßig hundertprozentig übereinstimmt. Sicherlich nicht ohne Grund entdeckte er das Mittel EroXdoc, welches dem reiferen Mann ein grandioses Liebesleben bescheren soll. Wesentlicher Bestandteil ist Taurin, ein Wirkstoff der die Aktivität anregt.

„Das ist eigentlich das Entscheidende“, führt Roberto Blanco aus. „Ich sehe EroXdoc nicht ausschließlich als Potenzmittel. Es aktiviert mich, es ergänzt meine Lebensfreude und meine  natürlich Spontaneität. Dass es einen kleinen wesentlichen Nebeneffekt gibt“, fügt er schmunzelnd hinzu, „kann ich nicht abstreiten und das stört mich auch nicht wirklich!“

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