"Rauchzeichen" mit Hannelore Elsner

Hannelore Elsner gibt Autogramme
Hannelore Elsner gibt Autogramme

Tanja Junginger berichtet vom Filmfest aus München über "Rauchzeichen"
und über das Erscheinen von Hannelore Elsner:

Nachdem ich die erste grosse Hürde überwunden hatte stand am Abend die Premiere von "Rauchzeichen", ein Rudolf Thome Film mit Hannelore Elsner an.
Ich verließ den vertrauten Gasteig und lief Richtung Filmfest- Meile. An der Parkgarage des Gasteigs stieg eine Frau mit dunkler Sonnenbrille aus. Kurz darauf lief Senta Berger mir mit ihrer Abendbekleidung  in der Hand entgegen. Die dunkle Sonnenbrille soll sie wohl vor dem Erkennen schützen. Deshalb bin ich nicht auf sie zu, um ein Foto zu machen.

Hannelore Elsner mit 

Rudolf Thome und

Cornelius Schwalm

Sie lief um den Gasteig zum Hintereingang. Im nach hinein habe ich mich geärgert, dass ich kein Foto gemacht habe oder sie gefragt habe, ob ich ihr behilflich sein kann. Es war auf jeden Fall sehr sehenswert, wie Senta Berger ihre Abendkleidung am besten um die Ecke zum Hintereingang bringt. Ich schlenderte die Filmfest-Meile entlang, bei fast 30 Grad und beobachtete die unterschiedlichsten Menschen, die sich hier tummelten.

Das Münchner Filmfest präsentierte unter der Rubrik: "Neue deutsche Kinofilme" am Samstag den 15.07.2006 die Premiere "Rauchzeichen"- ein Rudolf Thome Film.


Darsteller: Hannelore Elsner:   Annabella Silberstein,
Karl Kranzkowski:  Jonathan Fischer, 
Adriana Altaras: Isabella Goldberg , Serpil Turhan: Leila
Cornelius Schwalm: Hans
Produktion Moana- Film GmbH, in Zusammenarbeit mit ARD/ DEGETO
Rudolf Thome, Hannelore Elsner und Cornelius Schwalm eröffneten die Premiere von "Rauchzeichen" mit einigen Worten zum Film. Rudolf Thome: "Wir kommen nach dem Film wieder, und wenn alle noch da sind, dann hat er ihnen gefallen, was wir ja sehen werden."

Jonathan Fischer bittet im Gästehaus von Annabella Silberstein und Isabella Goldberg erschöpft nach einer langen Reise um ein Zimmer. Isabella Goldberg ist zu dieser Zeit vereist und Annabella bei der täglichen Gartenarbeit. So muss Jonathan lange warten, einen unendlich indiskreten Fragebogen ausfüllen, was einem Ehe-Partnercheck gleicht, bevor er endlich im Gästehaus aufgenommen wird.
Was Annabella zu diesem Zeitpunkt noch nicht weiss, dass Jonathan der Ex- Mann von Isabella ist und der Vater von Jude.
Im Laufe der nächsten Tage begegnet er seiner Ex-Frau,  seiner 14-jährigen Tochter und verliebt sich in Annabella. Es entwickelt sich eine leidenschaftliche Beziehung zwischen Jonathan und Annabella.
Das Geschehen im Paradies Sardiniens bricht auf unerwartete Weise in das idyllische Dasein ein und führt zu einigen Turbolenzen und traurigen Anlässen. Leila wird erschossen, die Polizei durchsucht das ganze Gelände nach dem Mörder, ein weiteres Todesopfer folgt,  ein Teich wird ausgebaggert, auf dem dann letztendlich Annabella und Jonathan nach all den ganzen Turbolenzen und Klärungen bei Vollmond heiraten.
er verschiedenen Szenen, die wunderschöne Landschaft in Sardinien und die Rollen der Schauspieler, die jeder auf seine Art und Weise wunderbar verkörperte und spielte.

 Weiter gings zum MaxX Kino und setzte mich erstmal davor auf eine Stange, wo ich kurz darauf Gesellschaft von einem Regisseur aus Israel Eyal Halfon bekam, der sich mit seinem Eis neben mich setzte. Er fragte mich auf Englisch, was ich anschaue und erzählte mir, dass hier gleich ein Film von ihm läuft (What a wonderfull place). Als er zur Vorstellung ging, sah ich dass er seinen Filmfest Katalog am Reifen eines Fahrrads liegen ließ. Ich lief im hinterher und gab ihm seinen Katalog. Er bedankte sich vielmals für diese Aufmerksamkeit und dann trennten sich die Wege. Seelisch gewappnet ging ich ins MaxX Kino, aber was mich letztendlich mit Hannelore Elsners Auftreten erwartete, mit dem hätte ich nicht gerechnet. Es standen schon viele Fotografen in der Halle vor den Kinos.

Kurz vor 19 Uhr kam Hannelore Elsner, Rudolf Thome und Cornelius Schwalm die Treppen runter. Alle Fotografen stürzten sich auf Frau Elsner und ich dachte nur, wie ich da jetzt zu einem Foto komme. Eine ältere Fotografin überreichte ihr ein paar Fotos und wollte gar nicht mehr von ihr weichen und blockierte die Sicht zum fotografieren. Ich hatte das Gefühl, dass dies Hannelore Elsner auch zuviel war und sie versuchte die Treppe runter zu laufen. Die drei stellten sich dann für die Presse gemeinsam am Treppenaufgang auf und ich versuchte eine kleine Lücke zum fotografieren zu finden.

Plötzlich stieß mich neben mir eine Fotografin weg und meinte, das ist hier für die Presse. Wortlos zeigte ich meinen Presseausweis, sie schaute mich entsetzt an und entschuldigte sich und ging  dann einen Schritt zur Seite.Die Begleiterin von Elsner versuchte die Presse kurz darauf von ihr fern zu halten, weil Frau Elsner meines Erachtens genervt war von der vielen Presse und äusserte: "Wo kommt denn schon wieder die ganze Presse her".Nachdem Frau Elsner noch eine Zigarette  geraucht hatte, liefen die drei ins Kino und eröffneten die Premiere von "Rauchzeichen" und das sie danach wieder kommen werden um sich den Fragen des Publikums zu stellen. Rudolf Thome: "Wenn ihr danach noch da seid, dann hat der Film euch gefallen, wenn nicht sehen wir das ja dann!"Das Kino war fast voll und man konnte immer wieder an lustigen Szenen erkennen, dass dieser Film dem Publikum  gefällt. Dieser Film wurde mit grossem Applaus gelobt. Es stand danach keiner auf und alle warteten bis die drei nach der Vorstellung wieder kamen.

Rudolf Thome: Die ganzen Dreharbeiten  waren  immer wieder in Gefahr. Am 13.Drehtag kurz bevor das Bauunternehmen den Teich ausbaggern sollte, wurde es abgesagt, weil das ganze Gebiet ein Natur- und Landschaftsschutzgebiet ist und man dafür die Genehmigung von Biologen, Naturschützern, Fachleute von Insekten und Tierschutz haben muss. Eine solche Genehmigung dauert ungefähr 1,5 Jahre. Die Dreharbeiten wurden erstmals unterbrochen und am nächsten Morgen ging ich zum Bürgermeister in Oschiri und versuchte mit ihm zu verhandeln. Am nächsten Tag kam er und schaute sich alles an und fragte, ob man den Teich von der Strasse aus sieht und wie es die Beschaffenheiten des Teichbodens ist. In letzter Sekunde bekamen wir die Zusage, mit der Bedingung, das am Ende alles wieder so ist wie vorher.
Die Dreharbeiten fanden in Sardinien in Oschiri, Olbia statt vom 24.05.2005  bis 02.07.2005.

Eine Frau stellte kurz darauf dieselbe Frage, wie eine andere zuvor, wo und wie lange die Dreharbeiten gedauert haben. Das Publikum lachte und Rudolf Thome antwortete ruhig: "Das habe ich doch gerade schon gesagt, noch deutlicher oder anders kann ich diese Frage nicht beantworten und wiederholte die Antwort. Diese Frau entschuldigte sich, dass sie die Antwort nicht mitbekommen habe.

Rudolf Thome: Genauso unendlich schwierig  war es,  die Genehmigung zu bekommen, Ende Juni ein Feuer in Sardinien machen zu dürfen, was wir für die Dreharbeiten der Hubschrauberszene brauchten. Es war jedenfalls von Anfang bis zum  Ende schwierig diesen Film zu drehen.

Die Filmmusik wurde zum 3. Mal  mit der Komponistin Katja Tschemberdji erarbeitet.
Hannelore Elsner: "Aber es war schön, es war schön dort zu drehen!"
Frau Elsner glauben sie an die Liebe?
Elsner: "Ja natürlich!" "Der Glaube hält ja immer fit!"
Während Rudolf Thome von den Dreharbeiten erzählte, klingelte Hannelore Elsners Handy. Das ganze Publikum lachte und Rudolf Thome meinte: Ein Zeichen um zum Ende zu kommen".

H. Elsner holte das Handy aus der Tasche, ging ran und sagte: "Keine Zeit" und legte auf. Das ganze Publikum lachte.

Da eine weitere Vorstellung auf dem Programm stand, kamen Rudolf Thome, Hannelore Elsner und Cornelius Schwalm zum Ende und bedankten sich beim Publikum.
Trotz allen  Schwierigkeiten ist ein so grossartiger Film entstanden, von dem das Publikum begeistert war. Mir persönlich hat der Film sehr gut gefallen, die einzelne Darstellung der verschiedenen  Szenen, die Besetzung der einzelnen Darstellern und ihre Rollen, die jeder auf seine Art und Weise wunderbar verkörperte, die wunderschöne Landschaft in der gedreht wurde und die immer wieder lustigen und dennoch ernsten Szenen, die diesen Film als grossartiges auszeichnen.

In der  Kinohalle waren kaum noch Fotografen da. Elsner sagte zu Rudolf Thome, bring mich bitte hier raus, das ist mir zu heiß hier. Ich gratulierte R. Thome zu diesem Film und meinte: "Weiter so". Er lachte, klopfte mir auf die Schulter und meinte. "Ich bin dabei". Ich holte mir ein kurzes Autogramm von Frau Elsner und gratulierte ihr zu ihrem bayrischen Filmpreis. Sie lachte und sagte sehr freundlich: "Vielen Dank". Zu mehr Worten kam ich leider nicht, da es Elsner weg trieb. Dann verließen die drei das Kino und der Rummel beruhigte sich wieder.
Ich ging dann auch, für den ersten Tag auf dem Filmfest reichte es mir auch...

 

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