Einen erholsamen Schlaf und eine verdiente Nachtruhe zu finden, sind für alle Menschen elementare Grundbedürfnisse. Werden diese Bedürfnisse über längere Zeit nicht erfüllt, leiden auch ansonsten harmonische Partnerschaften und ebenso in der Folge ungewollt die Kinder, die sich von nicht ausgeschlafenen Eltern manchmal nicht gerecht behandelt fühlen. Und natürlich leidet auch die allgemeine Leistungsfähigkeit im Beruf. Viele finden im Schlaf ihre nächtliche Ruhe nur in getrennten Schlafzimmern, weil der Partner einen gänzlich anderen Schlafrhythmus oder andere störende Eigenschaften wie Sprechen oder Schreien im Schlaf hat.
Wie oft passiert es, dass die Partnerin abends noch nicht einschlafen kann und länger lesen möchte, und sich aber nicht mehr auf das Buch konzentrieren kann, weil ihr Bettmitbewohner nervtötend am Sägen ist.
Oder der einer ist neidisch, weil der andere sich abends ins Bett legen kann und schon nach wenigen Minuten tief und fest eingeschlafen ist - wie so typisch für den hohen vegetativen Typ - und er selbst sich von einer Seite auf die andere wälzt, seine Gedanken nicht von der Planung des morgigen Arbeitstages abstellen kann oder zwischendurch besorgt an die alten und kränklichen Eltern denkt.
Für einige Stunden schläft der hohe vegetative Typ ein, wacht zwischendurch aber wieder auf und die Gedanken rattern weiter. Wahrscheinlich war es die zu jeder vollen Stunde schlagende Kirchenuhr, die ihn wieder hat aufwachen lassen, vielleicht hat der Partner auch gehustet oder geschnarcht oder laut im Schlaf gesprochen. Der hohe vegetative Typ hat eben einen leichten Schlaf. Ohne das Licht anzuschalten tappt er durch die Dunkelheit in Richtung Badezimmer, stolpert über seinen nicht ordnungsgemäß abgestellten Schuh. Aufgeschreckt und knartschig erwacht dann der Partner, ist wütend über die Störung, macht vielleicht eine beleidigende Bemerkung, über die man sich ärgert. Der Partner schläft jedoch gleich wieder unbeeindruckt weiter, weiß am nächsten Morgen vielleicht gar nichts mehr von dem Zwischenfall - und der hohe vegetative Typ grübelt über diesen bösen Satz nach, hat noch einen Grund mehr, dass die Gedanken nicht zur Ruhe kommen können.
Trotz der kürzeren und unruhigen Nacht ist der hohe vegetative Typ derjenige, der am nächsten Morgen gutgelaunt beim ersten Sonnenstrahl aufwacht. Der Partner oder die Partnerin muss sich erst einmal nach dem Klingeln des Weckers sammeln und allmählich wach werden. Erst der liebevoll ans Bett gebrachte Kaffee lässt die Geister des niedrigen vegetativen Typs erwachen.
Der hohe vegetative Typ muss nach dem Frühstück schnell an die Arbeit gehen. Die Vormittagsstunden sind seine effektivste Arbeitszeit, nach dem Mittagessen wird er in der Regel müde, und ein kleines Nickerchen ist unverzichtbar. Der niedrige vegetative Typ powert den ganzen Tag durch, holt sich durch kleine süße Snacks ständig erneute Energie. Im Sommer ist dem hohen Typen das Schlafzimmer zu warm. Dachwohnungen sind für ihn nicht besonders geeignet. Selbst im Winter wird die Heizung im Schlafzimmer extrem gedrosselt, während der niedrige vegetative Typ sich Abend für Abend mit einer Wärmflasche ins Bett begibt und sich gerne kuschelig unter einer dicken Bettdecke einmummelt.
Ist der Arbeitstag für den niedrigen Typ hart, lang und ohne süße Zwischenmahlzeiten abgelaufen, so zu sagen stressig gewesen, so kann er abends schwer einschlafen, fängt sich zu drehen und herum zuwälzen, unter Umständen im Schlaf zu reden. Das sind die Momente, in denen sich lange Diskussionen entfachen können.
Ein weiterer Streitpunkt sind die Lichtverhältnisse im Schlafzimmer, ob die Gardine zugezogen oder das Rollo vorm Schlafengehen heruntergelassen wird, kann das Wohlbefinden stark beeinflussen. Die durch die Lichteinstrahlung beeinflusste unbewusste Orientierung in der Dämmerung oder der Dunkelheit wirken sich auf das vegetative System aus.
Tipp: Halten Sie die Impulsernährungsweise: 1 Kohlenhydratart pro Mahlzeit und 2 Stunden Pause zwischen den einzelnen Mahlzeiten ein. Der hohe vegetative Typ kann auch längere Pausen zwischen die Mahlzeiten setzen. Mit dieser Ernährungsweise verändert sich das Schlafverhalten innerhalb kurzer Zeit zum Positiven. Der hohe vegetative Typ kann sich die Einschlafphase und das Durchschlafen mit Hilfe eines Teelöffel Öls vorm Zubettgehen erleichtern. Kann der niedrige vegetative Typ nicht in den Schlaf finden, sollte er ein Stück Zucker oder einen süßen Betthupferl zu sich nehmen. Schläft er nach 15-30 Minuten immer noch nicht, sollte er sich eine zweite Portion gönnen.
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