Der Wiener war ursprünglich ein treuer Kunde der Domina. Als er sich dann aber in die Frau verliebte, brach diese den Kontakt zu ihrem Kunden ab. Der 47-jährige Mann wollte das nicht hinnehmen und begann, die Domina telefonisch zu belästigen und zu bedrohen. Seine Herrin wusste sich nicht mehr anders zu helfen und erstattete Anzeige. Der Mann wurde daraufhin zu acht Monaten Haft auf Bewährung verurteilt.

Für den Täter war die Sache damit aber noch nicht ausgestanden. Im Herbst 2004 begann er wieder, die Domina telefonisch zu belästigen und zu bedrohen. Daraufhin erstattete die Frau zum zweiten Mal Anzeige gegen ihren ehemaligen Kunden. Vor Gericht sagte sie aus, die Geschäftsschädigung durch die pausenlosen Anrufe hätte sie noch hingenommen, aber Sätze wie "Es ist Zeit für einen Mord!" seien selbst ihr zu viel geworden.
Der Richter ließ nun ein psychatrisches Gutachten erstellen, welches zu dem Schluß kam, dass der Mann ein sehr starkes Abhängigkeitsverhältnis zu der Domina habe und sich deshalb nicht von ihr lösen könne. Auch bestritt der Wiener, die Domina telefonisch bedroht zu haben. Allerdings widerlegten Telefonüberwachungsprotokolle seine Aussagen.
Wie der Österreichische Rundfunk ORF berichtete, verurteilte der Richter den Mann nun zu sechs Monaten Gefängnis ohne Bewährung und legte ihm nahe, sein psychologisches Problem bald in den Griff zu bekommen. Der Täter kündigte an, in Berufung gehen zu wollen. Sein ganzes Leben sei wegen der Domina schon kaputt und er sehe nicht ein, warum er deshalb auch noch eingesperrt werden solle.