Monsterfelsen und Steilabfahrten - Entscheidung in der EM vertagt

Für zwei Tage stand der Osnabrücker Piesberg wieder im Mittelpunkt für alle Trucktrial-Sport Begeisterten. Zum diesjährigen vierten EM-Wertungslauf hatten die Sprengmeister und Baggerfahrer des Osnabrücker Steinbruchs wirklich alles gegeben: Gilt der Piesberg ohnehin als härtestes Gelände der Europameisterschaft, so legten die Parcoursbauer zum 10. Trial-Event des MSC Truck Trial Cloppenburg noch eine Schippe drauf.

Viele Sektionen waren auf frisch gesprengten Geröllhalden mit lose aufgetürmten, scharfkantigen Steinen gesteckt. Steilabfahrten, Monsterfelsen, Bodenrisse und nicht kalkulierbare Steinformationen stellten absolute Höchstschwierigkeiten dar. Strahlendes Wetter und der extrem anspruchsvolle Steinbruch brachten die Teams und mehrere tausend Zuschauer ins Schwitzen. Nach seinem Auftritt in der ZDF Show „Wetten das“, lockte sicherlich auch das Können des EM 2005 Udo Heidenreich und das DEXTER Team, einige Erstbegeisterte Zuschauer in den Bruch.

In den meisten Wertungsklassen dürfen die Titelaspiranten der Truck Trial Europameisterschaften nach diesem Lauf in vielen Kategorien die Champions 2007 schon fest stehen. Der Punktevorsprung ist im letzten Lauf der Saison in den Niederlanden kaum noch aufzuholen.

Die Ergebnisse aus Osnabrück in den Wertungsklassen (s. unten):

Klasse S1: Das MZB-Team aus Limbach-Oberfrohna landete in Osnabrück den dritten Sieg und wird wohl zum Titel durchmarschieren. Die Molberger Brüder Christoph und Bernd Kaßen im MSC-Minimog verkürzten mit einem dritten Platz zwar den Rückstand in der Gesamtwertung, doch an Patrick Töpfer kommen sie in nur einem noch ausstehenden Lauf nicht mehr heran. Dafür ist ihr „Vize“ allerdings auch weitgehend ungefährdet. Die MSC-Damen Angelika Völkerink und Marion Budde (Itterbeck/Cloppenburg) warfen ihren „Tussimog“ in einem tiefen Loch mit Sprengkante auf die Seite. Sie belegten Rang 5 in Osnabrück und liegen in der EM zurzeit auf Rang 4.

Klasse S2: Spannend bis zuletzt blieb dagegen die Europameisterschaft in der Klasse S2. Jörg Grafe, (Cappeln) und Jacqueline Alfers (Cloppenburg) hatten mit Bohumir Cap und Radovan Svanda (CZ) eine hartnäckigen Konkurrenten im Nacken. Im Piesberg wollte das Blackmog -Team punkten und die Tschechen an der EM-Spitze ablösen. Das Vorhaben war von Erfolg gekrönt: Die Avia-Crew erlaubte sich in dem ruppigen Gelände einige Patzer und kämpfte mit technischen Problemen, Grafe/Alfers lagen vorn. Aber dann drehten die clubeigenen Mitstreiter auf: Rolf Kempf (Vechta) und Peter Schmidt hatten mit ihrem 416er-Unimog im Vorfeld jede Menge technische Probleme, doch pünktlich zum Start lief das „Trial-Taxi“ rund. Das AZK-Team lieferte im Piesberg eine starke Vorstellung ab und „klaute“ den Cloppenburgern im größeren U1300 mit gerade mal 78 Strafpunkten weniger den Laufsieg. Der zweite Platz hätte dennoch zumindest zu einem EM-Gleichstand mit dem Avia gereicht, wenn Volker Abel mit MSC-Co-Pilot Thomas Goer seinen dritten Platz auch in der letzten Sektion des Wochenendes gehalten hätte. Doch er scheute das Risiko in einer steilen Felsenabfahrt, verzichtete auf das dort gesteckte Tor, kassierte ordentlich Strafpunkte - und fiel vom Podium, das dafür die Tschechen im Endspurt doch noch erklommen. So bleiben Cap und Svanda vorn, allerdings schmolz ihr Vorsprung auf nur einen Punkt zusammen. Das heißt: Das Blackmog-Duo muss in Holland auf jeden Fall einen Sieg landen.

Klasse S3: Das Sedro-Team aus Ungarn holte sich seinen ersten Laufsieg vor Gerhard und Dominik Tiefenthaler (A). Die aber bleiben in der Gesamtwertung vorn, Sedro/Maroszan rücken vor auf Rang drei. Attila Albert und Istvan Lepp (Al-Pet) aus Ungarn werden den 8. Rang von Osnabrück am Ende wohl als Streichlauf verbuchen. Sie verteidigten aber ihren „Vize“ in der EM-Wertung. An dieser Formation an der Spitze der S3 dürfte sich auch im letzten Trial des Saison nichts mehr ändern.

Klasse S4: Hermann Anzini und Hubert Huemer standen in Osnabrück zum zweiten Mal in dieser Saison ganz oben auf dem Treppchen vor ihren Landleuten Michael und Dietmar Kotterer sowie Holger Brauwers und Karl-Heinz Regenbrecht. Kotterers könnten mit einem Laufsieg in Holland bei gleichzeitigem Schwächeln der Führenden noch mal im Kampf um die Krone mitmischen.

Klasse S5: Alex Budde und Christian Müller bauten in der Klasse der großen Vierachser (S5) mit einem zweiten Platz im Piesberg ihre Führung in der Gesamtwertung aus. Laufsieger Rudi Reicher (Österreich), der mit 2047 Strafpunkten just 38 weniger kassierte als die beiden Duisburger im Dienst des MSC Truck Trial Cloppenburg, rückte in der EM-Rangliste auf Platz zwei vor, wird aber am Meistertitel der Favoriten wohl nicht mehr kratzen können. Den Bronzepokal holte sich in Osnabrück das Team MSC Balkonbau I mit Hermann Kreyenberg, Inga Budde und Tobias Konnemann. Auch in der Gesamtwertung ist für die derzeit Fünftplatzierten das Treppchen noch in Reichweite.
Karl und Viktor Vavrik feierten mit dem neuen ÖAF-Truck des MSC ihr Debüt in der S5. Im Schwesterschiff der beliebten „Emma“ (Platz 5 für Burkhard Heberle und Thorsten Ruppelt) gelang den Prototypen-Spezialisten aus Österreich in ihrem ersten Trial mit dem großen Auto eine ordentliche Vorstellung, wenn auch noch nicht alles perfekt lief. Am Ende war’s der 8. Platz in einem stark besetzten Feld. Jetzt werden in der Alfers-Werkstatt in Cloppenburg die Erfahrungen der Premiere ausgewertet und einige technische Details korrigiert. In Holland wollen sich die beiden Österreicher dann schon ein Stück nach vorn arbeiten.

Klasse P1: Die spanischen Favoriten Franquesa/Bea verzichteten nach drei Laufsiegen auf einen Start in Osnabrück. Zumal mit dem Wechsel der Vavriks in die S5 und nicht enden wollenden technischen Problemen keine ernsthafte Konkurrenz um den EM-Titel mehr dabei ist. Im Piesberg gewann als Debütant der Österreicher Hannes Schlager im von Vavrik geerbten „Jolly Jumper“ vor Horst Blodau aus Dietz.

Klasse P2: Das Spitzenduo Josef und Liesel Auinger setzten sich mit ihrem dritten Saisonsieg uneinholbar an die Spitze des EM-Klassements. Das Team Hero, ebenfalls aus Österreich, stand auf dem Silbertreppchen vor Jürgen Funke. In der Gesamtwertung aber behauptet das Power Team aus Amstetten den zweiten Platz vor Kollege Henhapl. Das niederländische Familienunternehmen Bussink musste sich zwei vierten Plätzen begnügen. Junior Henk mit MSC Kopiloten Simon Schumacher, belegte im Osnabrücker Steinbruch den vierten Platz vor seinen Eltern Han und Fenny. In der EM liegen jetzt beide Crews punktgleich auf dem vierten Platz.

Erläuterung der Wertungsklassen
S1: Spurweite 1550 bis 1750 mm, Radstand 2300 bis 3400 mm (falls die Spurweite kleiner ist, muss das Fahrzeug mindestens 3 Achsen haben)
S2: Spurweite ab 1751 mm, Radstand 2800 bis 3799 mm
S3: Spurweite ab 1751 mm, Radstand 3800 bis 4799 mm
S4: Spurweite ab 1751 mm, Radstand ab 4800 mm
S5: Spurweite ab 1751 mm, Radstand ab 4800 mm mit 4 und mehr Achsen
P1: Spurweite mind.1550 mm (falls die Spurweite kleiner ist, muss das Fahrzeug mind. 3 Achsen haben), Radstand 2300 bis 3799 mm
P2: Spurweite mind.1550 mm, Radstand ab 3800 mm

© Bildrechte by ENSPress-NRW, Daniel Döhring

 

 

Strahlende weiße Zähne, leuchtende Augen – Roberto Blanco scheint derzeit ein sehr zufriedener Mann zu sein! Zwar ist die Scheidung von Mireille noch nicht komplett in trockenen Tüchern, doch man will die Trennung wohlwollend und kooperativ über die Bühne bekommen. Die neue Frau an seiner Seite, Luzandra Straßburg, freut es und Roberto schaut in eine glücklich verliebte Zukunft. Auf den Seychellen gab sich das Paar schon das Ja-Wort. Natürlich muss die Hochzeit noch in Deutschland anerkannt werden, ein Bigamist will Roberto nicht sein!

Der Altersunterschied von fast 4o Jahren lässt den 74jährigen kalt. „Liebe kennt keine Altersgrenze“ sagt er, „ich betrachte mich einfach als zweimal gefühlte 35!“

Natürlich kann es immer wieder Probleme bei Partnerschaften geben. Das weiß Roberto Blanco nur zu gut. Gemeinsamkeiten müssen vorhanden sein. „Luzandra und ich kommen beide aus Kuba, unsere Familien leben sogar im gleichen Dorf“, führt er aus und sieht somit keine kulturellen oder sprachlichen Differenzen. „Das hat von Anfang an gepasst und war Liebe auf den ersten Blick! Wir saßen in derselben Limousine, die uns zu einer Veranstaltung fuhr und der Funken sprang sofort über.“  

Doch Roberto Blanco ist kein dummer Mann. Auch ihm ist klar, dass das biometrische Alter eine Rolle spielt – wenngleich es bei beiden gefühlsmäßig hundertprozentig übereinstimmt. Sicherlich nicht ohne Grund entdeckte er das Mittel EroXdoc, welches dem reiferen Mann ein grandioses Liebesleben bescheren soll. Wesentlicher Bestandteil ist Taurin, ein Wirkstoff der die Aktivität anregt.

„Das ist eigentlich das Entscheidende“, führt Roberto Blanco aus. „Ich sehe EroXdoc nicht ausschließlich als Potenzmittel. Es aktiviert mich, es ergänzt meine Lebensfreude und meine  natürlich Spontaneität. Dass es einen kleinen wesentlichen Nebeneffekt gibt“, fügt er schmunzelnd hinzu, „kann ich nicht abstreiten und das stört mich auch nicht wirklich!“

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